Überregional 27. September 2016

Bahnt sich da ein neuer Welterfolg an?

Otto Nicolais „Heimkehr des Verbannten“ als CD erschienen – Chemnitzer Aufführung wird ein Unikat bleiben – Warum daran die Liebe schuld ist…

Spätestens seit den Salzburger Festspielen 2016 schaut die Musikwelt auch auf die Chemnitzer Oper. Die Wiener Philharmonikers gedachten ihres Gründers Otto Nicolai mit einer konzertanten Aufführung von dessen Oper „Il templario“. Aufmerksam geworden waren sie darauf durch die Wiederentdeckung der Oper in Chemnitz. Von dort stammt auch die (bisher) weltweit einzige CD-Einspielung. Seit wenigen Tagen liegt nun noch eine weltweit einzigartige Chemnitzer Nicolai-Wiederentdeckung vor: Die Oper „Die Heimkehr des Verbannten“. Sie allerdings wird einzigartig bleiben, ein Unikat. Daran ist möglicherweise die Liebe schuld.

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Rund ums Theater 27. September 2016

Brahms lockt: Volle Bude gleich beim ersten Konzert


Gelungener Auftakt für die Spielzeit im Kraftwerk mit dem Robert-Schumann-Quartett und Gästen.-

Und wenn dann zwischendrin noch eine ganze Migranten-Sippe kommt: kein Problem. Die Musiker verlängern die Pause zwischen den Sätzen, weitere Stühle werden herangeschafft. Rammelvoll der Saal gleich beim ersten Spielzeit-Konzert dieser Saison im Kraftwerk-Saal. Die Konzerte in Jeans, Sneakers und T-Shirts sind mittlerweile Kult. Keine drei Jahre hat es dafür gebraucht. Diesmal wählte Jakub Tylman, der klassische Kaßberg-Entertainer, das zweite Streichsextett von Johannes Brahms. Wieder. Und diesmal hatte er Glück.

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Aus den Häusern 25. September 2016

Hell die Gläser klingen


1. Matinee-Konzert der Robert-Schumann-Philharmonie in der Oper – Im Mittelpunkt Verrophon und Wahnsinn. -

Ein Glück, dass niemand aus diesen Gläsern trinken muss. Sie haben keinen Boden. Aber sie klingen, dass es eine Freude ist. Zwei Verrophone prägten das erste Matinee-Konzert der neuen Spielzeit am heutigen Sonntag im Opernhaus. Dazu Guibee Yang als dem Wahnsinn verfallene Lucia mit der berühmtesten Arie aus Donizettis „Lucia di Lammermoor“.

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Aus den Häusern 25. September 2016

Liebe siegt. Alle tot.


Premiere im Rückblick: „Turandot“ gestern, Samstag, in Chemnitz enthusiastisch gefeiert. -

Wirklich nicht. Bei dieser Premiere hat keiner geschlafen. Es hätte nicht der Aufforderung „Nessun dorma“ bedurft, des allgegenwärtigen Turandot-Hits Radiowellen auf und ab. Die neue Chemnitzer „Turandot“ wurde ein Riesenerfolg. Im vollbesetzten Haus wollten der Beifall und die Bravi kein Ende nehmen.

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Aus den Häusern 18. September 2016

Struwwels. Wir alle

Premiere im Rückblick: Herrliche Groteske zum Spielzeitauftakt im Chemnitzer Schauspielhaus.-

Lasst mich doch in Ruhe. Ich will einfach meinen Spaß haben. Ob der Schauspieldirektor im Smoking kommt, ob der Dramaturg noch so ernsthaft sich bemüht, die Moral von der Geschicht im Programmheft auszubreiten. Ich gestehe: Mir sind all die Rousseaus, Steiners, Montessori wurscht, wenn ich den Chemnitzer „Struwwelpeter“ sehe und höre. Da vergisst die Kritikerkralle unter dem Lack zu kratzen, bedeutungsschwer Bezüge herzustellen – und tut das mit Genuss. Diese Farce ist einfach zu großartig, als dass sie den Umweg über die grauen Gehirnzellen in den Lach-Bauch machen muss.

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