Aktuelles 23. Juli 2012

Christoph Dittrich soll neuer Generalintendant werden

Dr. Christoph Dittrich,46

Findungskommission einstimmig für den Dresdner

 

Jetzt ist es doch schnell gegangen: Die von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig eingesetzte Findungskommission hat sich am Freitag einstimmig für Dr. Christoph Dietrich, 46, ausgesprochen. Wenn der Stadtrat im September zustimmt, leitet Christoph Dittrich von der Spielzeit 2013/14 an die Geschicke der Chemnitzer Theater. Zum selben Zeitpunkt will der bisherige Generalintendant Dr. Bernhard Helmich nach Bonn wechseln.

Die Tuba ist das tiefste Blechblasinstrument im Orchester, das dem Klang Halt (und oft auch) den Takt gibt. Jetzt soll der gelernte Tubist Christoph Dittrich diese Funktion von der Spitze der Theater aus übernehmen. Reizvoll für ihn, reizvoll für uns. Christoph Dittrich kennt Chemnitz und sein Theater sehr gut. Der Vorsitzende des Landesverbands Sachsen im „Deutschen Bühnenverein" schätzt das Orchester wegen seiner hohen Qualität auf dem Konzertpodium gleichermaßen wie (da nicht reines Konzert-Orchester wie etwa Gewandhaus- oder MDR-Sinfonie-Orchester) auch im Bühnengraben. Er ist ein Verfechter des „Ensemble"-Theaters, das durch die „Lieblinge" auf der Bühne und einen Repertoire-Spielplan Grundlage für das „Bürgertheater" sein kann, das ihm vorschwebt. Dittrich kennt die Geschichte und Bedeutung des Chemnitzer/Karl-Marx-Städter Schauspiels in der DDR und nach der Wende – und will sie auf hohem Niveau fortführen und weiterentwickeln. Spartenübergreifende Produktionen, Zusammenarbeit mit anderen Kulturspeerspitzen wie Kunstsammlungen, Schocken, Industriemuseum, aber auch mit dem Sport (CFC) kann er sich gut vorstellen. Auch Ballett und Figurentheater liegen ihm am Herzen.

Dass Chemnitz das Schauspielstudio gerettet und auf eigene Füße gestellt hat, findet Christoph Dittrich bemerkenswert. Auch die andere „junge" Idee, die der Förderverein möglich macht, die Orchesterausbildung der Akademisten, begrüßt er. Er setzt sogar noch eines drauf: Dittrich kann sich gut ein Opernstudio in Chemnitz vorstellen. Die Strahlkraft des Chemnitzer Theaters nach außen – über Sachsen und Deutschland hinaus – zu stärken, ist ein weiteres wichtiges Anliegen.

Dass das alles Geld kostet und viel Kommunikationsfähigkeit – das ist dem Mann bewusst, der seit zehn Jahren geschäftsführender Intendant der Neuen Elbland-Philharmonie ist und die schwierige Fusion mit dem Landesbühnen-Orchester erfolgreich über die Bühne gebracht hat. Gerade in wirtschaftlich nicht so rosigen Zeiten Kultur auf dem hohen Niveau zu gestalten, das sie verdient, sei eine Aufgabe, der er sich gern stelle. Die Findungskommission, der auch zwei Mitglieder des Fördervereins, Rolf Stiska und Johannes Schulze angehörten, hat eine gute Wahl getroffen. Jetzt ist der Stadtrat am Zug. Toi, toi, toi.

Der Wortlaut der Pressemitteilung der Stadt Chemnitz

Das sagt der Meißner Landrat

Christoph Dittrich im mdr-Interview

BB Drucken Kommentare (2)
01
Sabine Deponte
Eine sehr gute Wahl. Die Singakademie Chemnitz e.V. hat in den vergangenen Jahren bei Gastkonzerten mit der Elblandphilharmonie Herrn Dr. Dittrich als sehr kompetenten Partner kennen und schätzen gelernt. Das man auch mit sehr wenig Geld verschiedene Altersgruppen ansprechen kann, konnte die Singakademie Chemnitz u.a. beim Arenasingen in Riesa selbst mehrfach mitgestalten. Wir wünschen Herrn Dr. Dittrich alles Gute und viele begeisterte Theaterbesucher.
Vor 5 Jahren | darauf antworten
02
Ingrid Poike
Klingt recht verheißungsvoll.
Vor 5 Jahren | darauf antworten
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