Aus den Häusern 20. April 2018

Gott ist nicht taub. Aber es gibt ihn


8. Sinfoniekonzert (Donnerstag) im Rückblick: Grandiose Orchesterwerke perfekt gespielt von der Robert-Schumann-Philharmonie unter Guillermo García Calvo ---

Morgens bei der Pressekonferenz zur neuen Spielzeit hatte er die Robert-Schumann-Philharmonie noch in höchsten Tönen gelobt und sich als glücklichen GMD eines solchen Orchesters präsentiert. Abends wusste auch der letzte Zuhörer in der recht gut besetzten Stadthalle warum. Dieses Orchester kann einfach alles. Einen außergewöhnlichen Haydn (Sinfonie 99), Strawinskys Psalmen-Himmel und Straussens Zarathustra-„Untergang“. Das Publikum war begeistert. García Calvo sichtlich gerührt darüber, wie ihn seine Musiker über Deutschlandfunk Kultur und mdr Klassik über die Äther- und Streamingwellen hinaustrugen ins Land, obwohl man nicht ihn hörte, nur was er bewirkte.

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Aus den Häusern 19. April 2018

Das wird eine spannende Spielzeit 2018/19


Programm steht – „Ring“ komplett – Knödler macht „Faust II“ - Viele Highlights - Sinfoniekonzerte in der neuen Spielzeit auch donnerstags schon 19 Uhr--

Guillermo García Calvo ging nicht gleich zur Tagesordnung über, der Vorstellung des neuen Programms. Zuerst müsse er ein „Bekenntnis“ ablegen: Er sei „total fasziniert“ von seinem Team. Die Robert-Schumann-Philharmonie sei „wahnsinnig motivierend“ und er selbst sei „unglaublich stolz“ auf sein Orchester, auf den Chor und die Solisten. Die Journalisten, die heute, Donnerstag, zur Pressekonferenz mit der Vorstellung für die neue Spielzeit gekommen waren, spürten die Begeisterung des Generalmusikdirektors, der heute Abend wieder gefordert ist: Gleich zwei Rundfunkanstalten (Deutschlandfunk Kultur und mdr Klassik) übertragen „sein“ Konzert mit Haydn, Strawinsky und Strauss.

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Aus den Häusern 15. April 2018

Getanzter Rausch der Farben


Premiere im Rückblick: Fantastischer Ballettabend gestern im Chemnitzer Opernhaus mit Prokofjews „Romeo und Julia“--

Ohne Zweifel: das war die fantastischste und erfolgreichste Ballettpremiere der vergangenen Jahre: der italienische Regisseur und Choreograf Luciana Cannito hat seine vielgepriesene Produktion von „Romeo und Julia“ aus Palermo (2008) nach Chemnitz gebracht. Das Publikum im gut besetzten Chemnitzer Opernhaus war aus dem Häuschen. Opernliebling Guibee Yang postete verzückt gleich im Anschluss auf Facebook: „Es war soooooooo fantastisch!!!!!! Die Premiere Romeo und Julia♥️ Ich war so begeistert!!!! Nicht verpassen! Es stimmt alles! Tolle Musik, tolle Tänzern, tolle Choreografie und tolle Energie.. Danke für den so superschönen Abend!!!!“

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Aus den Häusern 25. März 2018

Kalt wie Feuer


Premiere im Rückblick: Monique Wagemakers macht in der „Walküre“ alles anders als Verena Stoiber im „Rheingold“, sahnt aber genauso viel Beifall ab --

Die Erwartungen waren hoch: würde Monique Wagemakers in der „Walküre“ am Samstag im voll besetzten Chemnitzer Opernhaus Verena Stoibers vielgelobte Arbeit mit dem „Rheingold“-Auftakt toppen können? Die Antwort vornweg: Sie machte alles anders als ihre Kollegin. Aber das Publikum, darunter Landtagspräsident Matthias Rössler, applaudierte schlussendlich genauso euphorisiert. Im Parkett standen Zuschauer sogar klatschend auf.

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Aus den Häusern 18. März 2018

Die Erde ist die Hölle, der Teufel schwebt oben, der Meister kriegt sein russisches Gretchen, und Pilatus wäscht seine Hände für alle Ewigkeiten

Premiere im Rückblick: Malte Kreutzfeldts Weltspektakel nach Bulgakows russischem „Faust“ in Chemnitz --

Am Ende haucht das russische Gretchen Margita zu ihrem Meister: „Hörst Du die Stille“? Da war (im Video) gerade die Atombombe hochgegangen. Für den Text, den Sie hier lesen, brauchen Sie keine fünf Minuten. Das Stück dauert (mit Pause) mehr als drei Stunden. Die Erklärungsversuche für Michail Bulgakows Kultroman „Meister und Margarita“, dem Plot für Malte Kreutzfeldts Adaption, füllen Bände. Soviel Zeit haben wir nicht. Machen wir’s kurz. Angesichts der Atombombe und der Angst davor ist alles Menschendenken und -tun eh nur noch komisch. Und grotesk.

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