Aus den Häusern 17. April 2012

Sie sind die ersten

Die vier Studenten des neuen Schauspielstudios

Das renommierte Chemnitzer Schauspielstudio weint der dummen Absage aus Leipzig nach 50 Jahren Zusammenarbeit keine Träne nach, sondern blickt klug nach vorn. Von der Spielzeit 2012/2013 an arbeitet der Chemnitzer Schauspieler und Mentor des Studios, Tilo Krügel, mit Studenten aus Wien, Salzburg und Zürich. Schauspieldirektor Enrico Lübbe hat sie aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt, der Förderverein sorgt für die Butter auf's Brot.
Das sind die vier Schauspielstudenten, die die erste Spielzeit des neuen Studios in Chemnitz bestreiten:

Anna-Sophie Viktoria Fritz – von der Salzach nach Chemnitz


Geboren 1989 in Wien, absolvierte sie bis 2007 das Lycée Française de Vienne. Kluge junge Frau: Ihre Fachgebiete waren Philosophie und Literatur. Aber die Theorie genügte ihr nicht. Sie nahm an verschiedenen Theaterkursen- und -workshops in Wien teil, und spielte bei Aufführungen mit u.a im Theater im Zentrum, Theater des Augenblicks, Dschungel Wien.

Von 2007 bis 2009 studierte sie Theater- Film- und Medienwissenschaft, Komparatistik und Soziologie an der Uni Wien. Seit 2009 ist sie Schauspielstudentin am Mozarteum Salzburg, wo sie u.a. mit den Regisseuren und Schauspielern Helmut Zhuber, Aureliusz Smigiel, Gabor Biedermann, Volker Lösch, Jessica Steinke, Iris Böhm, Susanne Truckenbrodt, Maria Schrader, Ulrike Arnold und Thomas Dehler arbeitete.

In der Spielzeit 2012/2013 gehört sie nun zum Schauspielstudio Chemnitz.

 

Florentine Krafft – die Hamburgerin aus Zürich


Geboren 1987 in Hamburg, machte nach ihrem Abitur 2006 keine großen Umwege. Sie wusste, was sie wollte. Seit 2008 studierte sie im Studiengang Schauspiel an der Hochschule der Künste Zürich, seit 2011 im Masterstudiengang. Sie erarbeitete klassische Rollen von Schiller, Shakespeare, Euripides, aber auch von Gegenwartsautoren wie Jelinek und Simon Stephens.

Sie spielte in dieser Zeit im Theater der Künste Zürich unter der Regie von Christina Friedrich, Stefan Müller und Dominik Locher, am Theater Biel / Solothurn und am Schauspielhaus Hamburg.

In der Spielzeit 2012/2013 gehört sie nun zum Schauspielstudio Chemnitz.

 

Kaspar Locher – ein Schwyzer in Sachsen


Geboren 1988 in Basel, studiert Kaspar Locher nach seiner Matura 2007 (so heißt in der Schweiz das Abitur) seit 2008 im Studiengang Schauspiel der Hochschule für Künste Zürich, seit 2011 im Masterstudiengang.

Er erarbeitete klassische Rollen von Shakespeare, Euripides und Tschechow, aber auch von Gegenwartsautoren wie Enda Walsh und Simon Stephens. Er spielte in dieser Zeit im Theater der Künste Zürich den „Osvald" in Ibsens „Gespenstern" unter der Regie von Elisabeth Ramm, arbeitete dort mit den Regisseuren Christina Friedrich, Stefan Müller und Christopher Kriese, dessen Arbeit „also mich interessiert mein sexualleben mehr als der israel-palästina-konflikt" zum Heidelberger Stückemarkt geladen war sowie zum Körber Studio Junge Regie am Thalia Theater Hamburg. Darüber hinaus spielte Kaspar Locher an den Theatern Winterthur und Konstanz in einem Liederabend von Till Löffler. 2010 erhielt er den Förderpreis der Armin Ziegler Stiftung 2010.

In der Spielzeit 2012/2013 gehört er nun zum Schauspielstudio Chemnitz.

 

Markus Westphal – Servus Wien, Guten Tag Chemnitz


Geboren 1983 in Italien, studiert Markus Westphal Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Rollenunterricht erhielt er von Karlheinz Hackl und Wolfgang Michael und erarbeitete dabei Rollen wie "Danton" in „Dantons Tod" von Büchner, „Peer Gynt", „Woyzeck" oder den „John" in Neil LaButes „bash". Er spielte in Inszenierungen am Max Reinhardt-Seminar u.a. in Schnitzlers „Liebelei" (Regie Victoria Martin) und in „Gefährliche Liebschaften" (Regie Katja Lehmann).

Am Volkstheater Wien spielte er unter der Regie von Stefan Müller den „St. George" in Goethes „Clavigo" sowie wiederholt am Landestheater Linz, so z.B. den" Erzieher" in „Medea" (Regie Isabel Osthues).

In der Spielzeit 2012/2013 gehört er nun zum Schauspielstudio Chemnitz.

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