Überregional 31. Juli 2017

Ballett Chemnitz zum Abschluss des Beijing Dance Festival gefeiert


Jetzt sind die Chemnitzer Tänzerinnen und Tänzer als Botschafter in der Chemnitzer Partnerstadt Taiyuan – Ob’s dort auch getrocknete Seepferdchen gibt?. --

„Der zeitgenössische Tanz ist in China angekommen“, schreibt Sabrina Sadowska eben aus Beijing. Und mit einem gewissen Stolz (zu Recht!) bemerkt die Ballettchefin der Chemnitzer Theater, dass ihrer Truppe unter Kompanien aus mehreren Kontinenten die ehrenvolle Berufung zuteilwurde, die krönende Abschlussveranstaltung zu gestalten. „Solitude“ von Yi-ming Xu und „Mozart Requiem“ des Sadowska-Vorgängers Reiner Feistel wurden vom chinesischen Publikum und den internationalen Kollegen begeistert aufgenommen, wie Sabrina Sadowska berichtet. Sie mailte (Auszüge):

„Gestern war es endlich soweit: das Ballett Chemnitz präsentierte als krönenden Abschluss der Beijing Dance Festival im ausverkauften Grand Theater Tianqiao Performing Art Center „Solitude“ von Yi-ming Xu und „Mozart Requiem“ von Reiner Feistel. Die Woche davon war noch die Komische Oper Berlin mit Wolfgang Amadeus „Zauberflöte“ drei Tage zu Gast im Tianqiao Performing Art Center gewesen…

Im Anschluss wurde mit den Chemnitzern gefeiert. Dazu kamen alle Choreographen, Tänzer und Gäste – kultureller Austausch über mehrere Kontinente… Der zeitgenössisch Tanz ist in Beijing angekommen. Das hat das begeistertes Publikum die ganzen Tage hindurch gezeigt. Willy Tsao und sein Team können mit Stolz auf die letzten zehn Jahre seit Gründung zurückschauen.“

Auch Sabrina Sadowska schaut zurück. Allerdings auf die intensiv erlebten Tage vor dem großen Auftritt:


„Die letzten beiden Tagen vorher waren gefüllt mit Proben und Technischer Einrichtung. Es galt, den Jet Lag überwinden, sich an die kühlen klimatisierten Probenräume gewöhnen wie auch an die chinesische Kost. Nicht jedem ging es ganz gut damit. Die Tänzer gingen in den Freistunden auf Erkundungstouren und brachten kleine „Einkaufstrophäen“ mit, angefangen beim traditionellen Chinesischen Kleid, zu Tee und anderen Kuriositäten. Ein Tänzer berichtete von einem Besuch in einer traditionellen Chinesischen Apotheke mit vielen ungewohnten Produkten, wie z.B. getrocknete Seepferdchen. Andere Tänzer zuckten etwas zusammen, als auch Katze und Hund auf dem Speiseplan eines einheimischen Restaurants angeboten wurden.

Jeden Abend auf dem Weg zurück ins Hotel begegneten uns auf den Straßen und Plätzen Karaoke Gruppen, tanzende Frauen oder für den meditativen Geschmack die berühmten Tai Chi Anhänger. Gestern früh war ein kurzer Ausflug in Beijings neue Einkaufsmeile angesagt, da zwei Kostümteile den Weg nach Beijing nicht gefunden hatten. Hier im Paradies der Modemarken und No Name-Label fanden wir auch schnell, was wir brauchten. Ein Glück, dass in Beijing auch sonntags die Geschäfte normal geöffnet haben.“

Die Gastspiele in China wurden möglich durch die Hauptsponsoren, Christian Freimüller, Geschäftsführer der SBS Bühnentechnik GmbH und natürlich auch die Stadt Chemnitz. Ihre Heimatstadt vertreten die Tänzerinnen und Tänzer ab heute würdig als Botschafter in der Partnerstadt Tayuan. Wieder O-Ton Sabrina Sadowska:

„Heute früh, um 6.30 Uhr (12.30 unserer Sommerzeit, d. Red.) ging‘s gleich weiter. Seien wir ehrlich,  einige haben doch verschlafen. Aber schließlich waren alle rechtzeitig im Bus zum großen Beijing Railway Station. Und ab jagte der Schnellzug (306 km/h) zur Partnerstadt von Chemnitz, Taiyuan, der Hauptstadt der Provinz Shanxi.


Einchecken und ab zum Starlight Theater für die technische Mannschaft. Diesmal sind wir im Vocational College of Performing Arts zu Gast. 2000 Studenten werden dort in allen Künsten, Gesang, Schauspiel, Tanz und Musik ausgebildet. Die Hochschule beherbergt das berühmte Huajin Dance Drame Ensemble Of Shanxi Vocational Art College, das mit seiner Produktion "The Forbidden Fruit Under the Great Wall" durch ganz China und die Welt tourt. Im Juni war die Companie gerade in Frankfurt.“

Für die Chemnitzer ist jetzt erstmal Erholung und Akklimatisation angesagt. „Hier ist es sehr heiss....“, schließt Sabrina Sadowska ihren Zwischenbericht.

BB Drucken Kommentare (0)
Möchten Sie diesen Artikel kommentieren?

Mitglied werden

Sie möchten die Chemnitzer Theater fördern? Sie möchten hinter die Kulissen schauen? Sie sind kulturinteressiert? Werden Sie Mitglied hier bei uns im Förderverein.
Füllen Sie einfach das Formular aus und wir melden uns.

Förderverein der Städtischen Theater Chemnitz e.V. | Käthe-Kollwitz-Straße 7 | 09111 Chemnitz | Telefon: 0371 / 69 69 601 | info@theaterfoerderverein-chemnitz.de