Aus den Häusern 12. Dezember 2019

Sie macht es schon wieder

4. Sinfoniekonzert (Mittwoch) im Rückblick: Heidrun Sandmann überrascht erneut mit einem weithin unbekannten Konzert --

Heidrun Sandmann, Konzertmeisterin der Robert-Schumann-Philharmonie, kümmert sich nicht um den Mainstream. Beethoven, Brahms, Mendelssohn, Tschaikowsky sollen andere spielen. Sie kümmert sich um Korngold, Pfitzner, Strauss, Dohnány oder wie letztes Jahr um die „Red violin“ von Coregliano. Jetzt hat sie ihr Publikum schon wieder überrascht. Im 4. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie spielte sie das vielen unbekannte Violinkonzert von William Walton. Und das Publikum in der vorweihnachtlich schmaler besetzten Stadthalle lag ihr zu Füßen.

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Aus den Häusern 01. Dezember 2019

Esches Nussknacker beim blauen Elefanten


Premiere im Rückblick: Tschaikowskis „Nussknacker“ spielt im ersten Chemnitz der Moderne – Warmherziges Weihnachtsmärchen rührt und begeistert Jung und Alt --

Sabrina Sadowska hat alles richtig gemacht. Die Ballettdirektorin der Theater Chemnitz brachte mit dem „Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky ein herzerwärmendes Weihnachtsmärchen auf die Bühne und versetzte dabei die Zuschauer am Samstagabend im ausverkauften Opernhaus in die Zeit, als Henri van de Velde und Herbert Eugen Esche die Stadt der Moderne schufen. Original Grünhainicher Elf-Punkte-Wendt-und-Kühn-Engelchen tanzten vor Seiffener Kulisse, den kleinen „Zinnsoldaten“ schienen erzgebirgische Spielzeugmacher Leben eingehaucht zu haben, und die Zuckerfee tanzte den Traum ihres Lebens. Der Spanier Santiago Serrate führte die Robert-Schumann-Philharmonie  aus der Villa Esche nicht nur nach Spanien, sondern auch nach Indien und Venzuela, nach Frankreich, Spanien und China. Die herzigen Kinder der Opernballettschule kämpften als Mäuse, kullerten als Schneemänner und watschelten als Pinguine. Das Publikum war hellauf begeistert und wollte die tanzenden MärchenerzählerInnen gar nicht von der Bühne lassen.

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Rund ums Theater 25. November 2019

Da sollten wir doch glatt hin...


Erster Auftritt des Salonorchesters der Oper - Wer ist der ominöse Herr Karl S.?

Das wollen wir doch miterleben: Am 4. Dezember, 20.00 Uhr lädt das neugegründete Orchester Karl S. – das Salonorchester der Oper Chemnitz um Kapellmeister Jakob Brenner – erstmalig zu einem Konzert ins Opernhaus ein. Tonfilm-Schlager und Swing der 20er und 30er Jahre stehen auf dem Programm, darunter Evergreens wie „Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen“, „Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau’n“, „Ein Freund, ein guter Freund“, „Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein“, „Bei mir bist du schön“ oder „Das gibt’s nur einmal“. Titelgebend war mit „In der Bar zum Krokodil“ ein Hit der Comedian Harmonists, in dem es heißt, in selbiger Bar tanze man „dreiviertelnackt im Rumba- und Dreivierteltakt“.

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Aus den Häusern 24. November 2019

Verflixt, die Sache mit dem Wünschen und Wollen


Premiere im Rückblick: In einer aufwändigen Produktion präsentiert das Schauspiel Chemnitz Groß und Klein Michael Endes „Unendliche Geschichte“ --

Mehr als 30 Mal spielen die Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaters Chemnitz in den nächsten Tagen und Wochen Silke Johanna Fischers Fassung von Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“. Zu ganz verschiedenen Zeiten, vormittags, mittags und abends, manchmal zweimal am Tag. Entsprechend aufwändig Bühnenbild und Kostüme für das diesjährige Märchen in der Weihnachtszeit, das möglichst vielen Zuschauern Freude machen soll. Macht es, wenn man die Premiere am Samstag als Maßstab nimmt. Einhellig dankbarer Jubel von Groß und Klein im ausverkauften Schauspielhaus für ein Märchen voll überbordender Fantasie.

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Aus den Häusern 21. November 2019

„…und habe großen Trost gefunden“


3. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie am Buß- und Bettag: Bestechende Chöre im Requiem von Brahms und ein mutiger Cellist --

Er musste büßen, doch er hat es gar nicht verdient: Thomas Bruder, der Solo-Cellist der Robert-Schumann-Philharmonie, hatte sich die Noten des 2. Cellokonzerts von Schostakowitsch aufs Pult gelegt – geschrieben 1966 für Mstislaw Rostropowitsch, einen der besten Cellisten aller Zeiten und entsprechend schwer. Das Publikum in der stark besetzten Chemnitzer Stadthalle war am Buß- und Bettag mit großer Mehrheit aber gekommen, um das deutsche Requiem von Brahms zu hören – eines der schönsten und ergreifendsten geistlichen Chorwerke. Es wurde ein tief beeindruckender Abend – nicht nur dank Brahms.

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