Aus den Häusern 23. September 2018

Faust II: Arbeit? Wohlstand? Schönheit?


Premiere im Rückblick: Jetzt ist der komplette „Faust“ im Chemnitzer Schauspielhaus zu sehen - Nach dem Erfolg mit dem ersten Teil hat Schauspieldirektor Carsten Knödler nun auch den zweiten Teil des Goetheschen Mammutwerks auf die Bühne gebracht --

Unter die Besucher der Premiere von Faust II im vollbesetzten Chemnitzer Schauspielhaus hatte sich am Samstagabend auch OB Barbara Ludwig gemischt. Sie wird sich ihre Gedanken gemacht haben über den Zustand der Gesellschaft, der Regierung und der Parteien. Kein großer Unterschied zu dem, was bei Goethe anklingt. Vielleicht kam ihr aber auch Max Klingers Wandbild im Stadtverordnetensaal des Rathauses in den Sinn. Arbeit, Wohlstand, Schönheit – Faust zwo interessiert das nicht. Und die vielen Fausts mit und um uns.

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Aus den Häusern 22. September 2018

Fake news. Wir selber auch?


Premiere im Rückblick: Studioinszenierung „Die vier Himmelsrichtungen“ – Tolles Ensemble in einem (verw)irren(den) Stück --

Der eine hat kein Gesicht, der andere zwei Zungen. Die dritte sagt wahr, aber kennt die Wahrheit nicht. Und der vierten wachsen die Medusenhaare als Tumor im Kopf. Skurrile Einfälle, Worthülsen, Poesie und Blabla, Typen, die nicht reden, sondern sich in dritter Person erzählen, Wiederholungen ohne Ende – so irre kommt Roland Schimmelpfennigs 52-Episoden-Stück „Die vier Himmelsrichtungen“ daher, das vor sieben Jahren bei den „Salzburger Festspielen“ uraufgeführt wurde. Fake news. Träume platzen wie Seifenblasen. Ein Toter steht wieder auf. Himmel, bei einem solchen Plot brauchst Du Super-Schauspieler. Das Schauspiel Chemnitz hat sie. Das Publikum bei der Premiere am Freitag im ausverkauften Ostflügel war begeistert von den vier jungen Schauspielern, die dieses Jahr das Chemnitzer Schauspielstudio bilden. Von „Studenten“ reden wir seit gestern nicht mehr. Das wären Fake news, obwohl sie es offiziell noch sind.

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Aus den Häusern 20. September 2018

Das neue Schaupielstudio: Da geht die Post ab


Premiere diesen Freitag ausverkauft – Noch sieben Mal allein 2018 können Sie unsere Studenten in der Studio-Inszenierung sehen – Wir stellen Ihnen die vier schon mal vor --

Wie das Leben und der Zufall so spielen: Vier junge Leute treffen sich in Chemnitz. Ausgerechnet. Und haben Freude daran. Schon als sie sich im Ostflügel „auf dem Weg“ präsentierten, war der Laden rammelvoll. Der neue Jahrgang des Chemnitzer Schauspielstudios riss die Zuschauer mit. Kein Wunder, dass die Premiere von „Die vier Himmelsrichtungen“ am Freitagabend auch bereits ausverkauft ist. Aber keine Sorge: Die Studio-Inszenierung steht allein 2018 noch sieben Mal auf dem Programm.

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Überregional 08. September 2018

Auch das ist Chemnitz: Intendant wagt ein Tänzchen mit Eliza


Fast 4.000 Menschen feierten am Samstagabend den Spielzeitauftakt beim Open-Air auf dem Theaterplatz --

Wenn Gunter Emmerlich mal nicht kann, dann gibt eben ein gewisser Christoph Dittrich den Oberst Pickering in „My fair Lady“. Und das probte der Generalintendant mit großem Erfolg schon mal beim Eröffnungs-Open-Air auf dem Theaterplatz heute, Samstagabend. Und er wagte dabei sogar ein Tänzchen mit seiner Eliza Katharina Boschmann. Worüber sich Matthias Winter, der Sprachzauberer Higgins, der-maaßen freute, das selbiger Obergeheimer ordentlich gleich sein Fett abkriegte. Ein gelungener Spielzeitauftakt auf dem Theaterplatz vor fast 4.000 Menschen, nicht nur aus Chemnitz.

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Überregional 08. September 2018

Das ist Chemnitz! Tausende harren aus im Regenguss. Petrus liebt den vierten Satz aus Beethovens Neunter. „Alle Menschen werden Brüder“


„Gemeinsam sind wir stärker“: Mehr als doppelt so viele Menschen wollen am Freitagabend in Chemnitz lieber Beethoven/Schiller erleben als die rechten Parolen von Pro Chemnitz, das nicht „pro“ Chemnitz ist sondern „contra“
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Damit hat niemand gerechnet. Mehr als 5.000 Menschen auf dem Theaterplatz, als die Robert-Schumann-Philharmonie Zeichen setzte für die Verständigung der Menschen untereinander. „Wir wollen, dass ein anderes Bild von Chemnitz durch die Welt geht“, sagte Generalintendant Christoph Dittrich zu Beginn der friedlichen Demonstration mit Beethovens Neunter. Kultur, der Freude schöner Götterfunke, macht die Menschen zu Brüdern, nicht zu Menschenhassern, auch wenn’s vom Himmel schüttet, was runter kommt. Aber vor einem Guss von oben ließ sich kaum jemand in seinem friedlichen Protest gegen braune Gülle abhalten.

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