Aus den Häusern 21. November 2019

„…und habe großen Trost gefunden“


3. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie am Buß- und Bettag: Bestechende Chöre im Requiem von Brahms und ein mutiger Cellist --

Er musste büßen, doch er hat es gar nicht verdient: Thomas Bruder, der Solo-Cellist der Robert-Schumann-Philharmonie, hatte sich die Noten des 2. Cellokonzerts von Schostakowitsch aufs Pult gelegt – geschrieben 1966 für Mstislaw Rostropowitsch, einen der besten Cellisten aller Zeiten und entsprechend schwer. Das Publikum in der stark besetzten Chemnitzer Stadthalle war am Buß- und Bettag mit großer Mehrheit aber gekommen, um das deutsche Requiem von Brahms zu hören – eines der schönsten und ergreifendsten geistlichen Chorwerke. Es wurde ein tief beeindruckender Abend – nicht nur dank Brahms.

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Aus den Häusern 03. November 2019

Kaffee macht die Kinder froh…


Premiere im Rückblick: Die Uraufführung der Kinderoper „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ gestern Abend im Chemnitzer Opernhaus – ein spritziges Vergnügen, das Jung und Alt begeisterte --

Draußen, vor der Oper, standen zwei Feuerwehrautos, Hightech selbstredend, drin tanzten die Wehr-„Männer“ den alten Spritzenwagen mit Blaulicht zu bärenstarken Einsätzen. Als der Vorhang nach langem Beifall gefallen war, spielte die Musik im Graben einfach weiter. Und viele Dutzend Kleine und Große staunten (viele zum ersten Mal) hinein zu den Geigen, Flöten und Bässen. Oper hautnah. Die beiden Österreicher Oliver Ostermann (Musik) und Alexander Kuchinka (Text und Regie) haben aus dem 50 Jahre alten alten Kinderbuch des Zwickauers Hannes Hüttner und des Reichenbacher Illustrators Gerhard Lahr eine spritzige musikalische Komödie gemacht, die Jung und Alt hellauf begeisterte. Hunderte fröhlicher Menschen auf einem Fleck – Oper, was willst Du mehr…

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Rund ums Theater 15. Oktober 2019

Traumwerk -"Life is but a dream"

Spielzeit im Kraftwerk: Jeffrey Goldberg & friends entführen sich und das Publikum ins Reich der Träume -

Leise tröpfeln die Töne, mit denen Jens Gagelmann mystisch leise den Abend einstimmt, von draußen, hinter den Reihen zupft streichelnd Jakub Tylman sein Cello, Sophia Maeno summt wiegenliedisch, ehe Jeffrey Goldberg an den Flügel gelangt und ganz ganz oben ein paar verhuschende Töne klimperklingen lässt. Erste Spielzeit am Montag im Kraftwerk, „besser Traumwerk“ (Sophia Maeno) in der neuen Spielzeit der Kultreihe am Fuß des Kaßbergs am Montag vor vollbesetztem Haus.

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Aus den Häusern 13. Oktober 2019

Traumhaft schön schräg

Premiere im Rückblick: Katka Kurze als Florence Foster Jenkins bejubelte Queen der falschen Töne -

Lasst mich erstmal mit der ganzen Psychologie in Ruhe, warum die Jenkins als schlechteste Sopranistin der Welt die Bühnen derselben erobert hat. Am Samstag bei der Premiere von „Glorious – Die wahre Geschichte der Florence Foster Jenkins“ beherrschte Katka Kurze als Queen der falschen Töne die Bühne, und das Publikum im vollbesetzten Schauspielhaus war aus dem Häuschen und weinte Tränen vor Lachen. Im nicht enden wollenden Beifall hielt es viele nicht auf den Sitzen…

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Aus den Häusern 04. Oktober 2019

Heimspiel


1. Sinfoniekonzert (Donnerstag): Robert-Schumann-Philharmonie eröffnet Spielzeit mit Schumann -

Richtig so. GMD Guillermo García Calvo bringt wieder einen Schumann im ersten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit. Zu GMD Worms Zeiten war das üblich, Beermann hatte die Tradition abgeschafft. Neben der vierten (eigentlich der zweiten) Schumann-Sinfonie glänzten die Chemnitzer und der Pianist Javier Perianes  mit dem ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms, der den Schumanns viel zu verdanken hat. Heimspiel für die Philharmoniker in der über die Sommermonate leicht aufgehübschten Chemnitzer Stadthalle.

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