Aus den Häusern 15. Dezember 2018

Die Ratten und der Stier


4. Sinfoniekonzert (Donnerstag) im Rückblick: Eckehard Stier zurück an seiner früheren Wirkungsstätte --

Nicht wie ein Stier, eher wie der Torero ging Eckehard Stier auf die Musiker los: Stach hinein in die Bratschen, versetzte dem Pauker den entscheidenden Stoß, jubelte mit den Becken hoch überm Kopf über den Sieg. Bernd Stier, Kapellmeister seinerzeit unter Oleg Caetani, kam nach mehr als einem Jahrzehnt zurück nach Chemnitz zur Robert-Schumann-Philharmonie. Er bewegt sich anders als damals, freier, expressiver. Welterfahren, wie er inzwischen ist, weiß er, dass ein Dirigent auch Theater spielen muss/kann/sollte, wenn er ankommen will. Ist ihm prächtig gelungen. Doch die Show stahlen ihm andere: die Flötenkinder aus der Musikschule mit ihrer Lehrerin Sabine Petri, die Trommlerkids unter ihrem Boss Frank Lange und der Rattenfänger und Tönezauberer Andreas Kißling. Und das Orchester, die Robert-Schumann-Philharmonie.

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Vom Förderverein 14. Dezember 2018

Sorry. Technische Panne

Unser Berichterstatter hat seit drei Tagen kein Internet (Pyur). Berichte und Infos werden nachgeliefert

Aus den Häusern 02. Dezember 2018

Sensationeller Erfolg für die „Götterdämmerung“


Premiere im Rückblick: Elisabeth Stöppler stellt alles auf den Kopf – Was für ein Abschluss für den neuen Chemnitzer „Ring“! -

Minutenlanger Beifall, zwei, drei verschüchterte Buh-Rufe stante pede weggeklatscht: die Premiere von Richard Wagners „Götterdämmerung“ gestern, Samstagabend, im Chemnitzer Opernhaus wurde zu einem Triumph für alle Beteiligten. Wer je Schiss vor Wagner hatte wegen Länge, verschwurbelter Sprache, Psychogetue – geht hin, Ihr werdet Euer eiskaltes Wunder erleben und Euch wohlfühlen wie selten und die Hände warmklatschen.

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Rund ums Theater 27. November 2018

„…und noch ein bisschen schneller“


Spielzeit im Kraftwerk: Wie Jakub Tylman Hartmut Schill fingerwirbeln ließ --

Diebische Freude auf dem Gesicht von Jakub Tylman, dem Spiritus rector der Spielzeiten im Kraftwerk Chemnitz, die am Montagabend vor fast voll besetztem Haus in die letzte Runde 2018 gingen. Zusammen mit dem Publikum hatte Hausherrin Ute Kiehn-Dziuballa eine Zugabe erzwungen. Die Musiker waren sich schnell einig: das flotteste Stück sollte wiederholt werden. „…und noch einmal ein bisschen schneller“ kündigte Jakub Tylman an. Und Hartmut Schill ließ sich nicht lumpen und legte los – in atemberaubenden Tempo ließ er seine Finger wirbeln im vierten Satz des vierten Streichquartetts aus den op. 18 von Ludwig van Beethoven.

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Aus den Häusern 04. November 2018

Ein Rausch von Klang und Farbe


Premiere im Rückblick: Mit einer Bregenzer Inszenierung gelingt Chemnitz eine deutsche Erstaufführung von Franco Faccios „Hamlet“, die Augen und Ohren beglückt--

An den Kostümen haben die Bregenzer weiß Gott nicht gespart, als sie 2016 ganze drei Mal die unbekannte Faccio-Oper „Hamlet“ ins Festspielhaus brachten. Davon profitiert jetzt Chemnitz. Den Verantwortlichen der Oper ist es nicht hoch genug anzurechnen, dass sie die Bregenzer Produktion für eine deutsche Erstaufführung Chemnitz gewonnen haben. Nicht nur wegen der prächtigen Kostüme hautsächlich in Rot und Schwarz, sondern auch wegen einer spannend bunten, bisher nicht gehörten Musik eines Italieners, der nach diesem Geniestreich keine Note mehr für die Öffentlichkeit geschrieben hat. Faccios „Hamlet“ in Chemnitz wurde bei der Premiere, gestern, Samstag, ein Fest für Augen und Ohren – schier endlos beklatscht von begeisterten Zuschauern im nahezu voll besetzten Opernhaus.

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