Aus den Häusern 04. Mai 2019

Umträumungen


Premiere im Rückblick: Gestern, Freitagabend, Uraufführung von „Rauschen“, dem Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2019 --

Nein, kein „t“ zu viel. Sie haben richtig gelesen. „Umträumungen“ vermissen die Außerirdischen bei den Menschen. Sie verachten das kalte „Küsschen links, Küsschen rechts“, wenn Menschen so tun als ob (sie sich mögen oder so). „Als ob“ ist der dramatische rote Faden in Natalie Baudys Stück „Rauschen“, mit dem die junge Theaterfrau vor 65 anderen Arbeiten den Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik 2019 gewonnen hat. „Als ob“ alles so wäre, wie es scheint, setzt der ursprünglich amerikanische Regisseur Brian Bell mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Daniel Unger bestechend und tupfengenau in Szene. Hinter van-Gogh’schem Sonnenblumendruck lugt da schon mal das (sie sind alle „d“, die Weltall-Besucher) Außerirdische Al Tee hervor. Vier Schauspieler mimen quirlig die Irdischen und Außersolchen in einer absurden Welt, in der wir, die Menschen, die Absurdesten sind. Viel Beifall für die Akteure und die zur Uraufführung angereiste Autorin.

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Aus den Häusern 28. April 2019

Teuflisch, teuflisch


Premiere im Rückblick: Die Chemnitzer Oper gräbt eine Operette von Franz von Suppé aus, die später auch an der Volksoper Wien gespielt wird – Gestern war Premiere im ausverkauften Chemnitzer Opernhaus --

Jeder, der nicht nur auf Heavy Metal steht, kennt die Suppé-Melodien aus den Operetten „Leichte Kavallerie“, „Die schöne Galathée“ oder „Dichter und Bauer“. Doch ein Stück des Vaters der Operette (ja, noch vor Johann Strauß), Franz von Suppé, kannten selbst Fachleute nicht. Das sollte sich zum 200. Geburtstag des Komponisten, der sich vor wenigen Tagen, am 18. April, jährte, ändern. Die Oper Chemnitz und die Volksoper Wien beschlossen eine Koproduktion von „Der Teufel auf Erden“. Alexander Kuchinka machte sich über den Text her und fasste ihn neu, Jakob Brenner kümmerte sich um die richtigen Töne und gab den Männern, was den Männern ist (nur Männerchor in der Kaserne) und den Frauen, was deren Sache ist (Nonnenkloster). Für gemischte Chöre blieb in der Hölle oder beim Opernball genügend Raum. Kein Mensch auf der Bühne oder im Graben hatte die Operette vorher gesungen, gespielt oder dirigiert. Leistung. Die dreistündiger Neuproduktion hatte gestern, Samstag, im ausverkauften Chemnitzer Opernhaus, Premiere.

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Aus den Häusern 26. April 2019

Die Geschichten kleiner und großer Helden

Theater Chemnitz stellt den Spielplan für 2019/2020 vor – Große Romantik und ganz viel Moderne --

Gundula Hoffmann, Chefin des Chemnitzer Figurentheaters, stellt ihre neue Spielzeit unter das Motto „Die Geschichten kleiner und großer Helden“. Das Motto könnte über dem ganzen Spielplan 2019/2020 der Theater Chemnitz stehen, das am Freitagmittag vorgestellt wurde. In fast alle Sparten spielt das Nachdenken über die gesellschaftlichen Brüche nach den Chemnitzer August-Ereignissen hinein. Direkt oder indirekt.

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Vom Förderverein 17. April 2019

Neue Proben-Termine im Netz

Noch viel Interessantes zum Ende der Spielzeit. Klicken Sie einfach oben auf "Termine"!

Vom Förderverein 16. April 2019

Akademisten gleich zweimal zu erleben

Beim traditionellen Abschlusskonzert am 21. Juni in der Jakobikirche und schon vorher, am 27. Mai im "Kraftwerk"

Die jungen Musiker der Rudolf-Kempe-Orchesterakademie halten's mit der Tradition - und vor zusätzlichen Aufrtitten haben sie auch keine Scheu. Am 27. Mai 2019, 18 Uhr, spielen die Akademisten erstmals im Chemnitzer "Kraftwerk". Und am 21. Juni 2019, ebenfalls 18 Uhr, findet das traditionelle Saisonabschlusskonzert in der Chemnitzer Jakobikirche statt.

Während das Programm für das Maikonzert noch nicht festeht, dürfen wir uns im Jakobi-Kirchenkonzert freuen auf

York Bowens Sonate für Horn und Klavier op. 101 und

Joseph Haydns Streichquartett G-Dur op. 76 Nr. 1, Hob.III: 75


Die Sonate für Horn und Klavier op. 101 des englischen Komponisten York Bowen (1884–1961) spielt Akademist Philip Usselmann, der von Iva Návratová am Klavier begleitet wird. Anschließend spielen die beiden Violin-Akademistinnen Sumin Lee und MinJin Kim gemeinsam mit Kyoungjie Kim (Viola) und Ricarda Roelcke (Violoncello) Joseph Haydns Streichquartett G-Dur op. 76 Nr. 1.

Der Eintritt ist frei. Es wird eine Spende erbeten, die zu gleichen Teilen der Restaurierung des Triumpfkreuzes in der Jakobi-Kirche sowie dem Waisenhaus Baby-Home Bethesda Repalle in Indien zugutekommt.


Die Rudolf-Kempe-Orchesterakademie bietet angehenden Berufsmusikern nun schon seit vielen Jahren die Möglichkeit, die im Studium erworbenen Fähigkeiten in der praktischen Orchesterarbeit zu erweitern und zu vervollkommnen. Die Orchesterakademie wird durch den Förderverein der Städtischen Theater Chemnitz e. V. finanziell unterstützt.

(aktualisiert: 13. Mai 2019)

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