Aus den Häusern 13. Mai 2012

Gerutscht. Aber nicht ausgerutscht

Salome (Daniela Keckeis), Jochanaan (Bernhard Conrad)

Premiere im Rückblick: Salome schleierlos

Nackt und unschuldig schön kommt sie langsam nach vorn. Leise singt die blonde junge Frau „Happy birthday, Mr. President". Und kuschelt sich dem Herrscher auf den Schoß. Wenig später ist sie tot.
Fast auf den Tag 50 Jahre zurück: (Fast) nackt (in einem hautfarbenen Kleid) bewegt sich die auf jung gemachte blondierte Frau Schritt für Schritt schön und schuldig nach vorn zum Mikro und singt das gleiche „Happy birthday, Mr. President". Wenig später ist sie tot.
Nichts, was Regisseurin Claudia Bauer bei der Chemnitzer „Salome" am Sonnabend auf der Bühne weiterlesen »
Aus den Häusern 03. Mai 2012

Gefragter Mann II

Lübbe soll den Urfaust in Wien inszenieren

luebbe schauspiel Enrico Lübbe

Auch wenn der Wiener "Kurier" Enrico Lübbe zum Intendanten macht, Tatsache scheint: Der Chemnitzer Schauspieldirektor soll offenbar in Wien den "Urfaust" inszenieren. Das meldet das Wiener Boulevardblatt heute. Wie gesagt: Lübbe ist ein gefragter Mann. Nicht nur deutschlandweit.

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Aus den Häusern 29. April 2012

Tosender Beifall für die schweigsame Frau

Die schweigsame Frau Pr4

Julia Bauer, Guibee Yang

Premiere im Rückblick: Chemnitzer Mut belohnt

Richard Strauss, der dermaleinst in Chemnitz 1925 seinen „Rosenkavalier" selbst dirigiert hat, macht's den Musikern nie leicht. In der „Schweigsamen Frau" schon gar nicht. Vorspiel dritter Akt: Alles könnte genüsslich auf Friede, Schmus, Happyend hinlaufen – aber Strauss skribbelt ein schnelles Fugato mit lauter schwarzem Notengebälk hin, an dem die Streicher gar nicht erst zum „Sägen" (Bläsergespött) kommen, so subtil geht's da zu. Die Robert-Schumann-Philharmonie war auch nach zwei Stunden nicht müde

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Aus den Häusern 17. April 2012

Sie sind die ersten

Die vier Studenten des neuen Schauspielstudios

Das renommierte Chemnitzer Schauspielstudio weint der dummen Absage aus Leipzig nach 50 Jahren Zusammenarbeit keine Träne nach, sondern blickt klug nach vorn. Von der Spielzeit 2012/2013 an arbeitet der Chemnitzer Schauspieler und Mentor des Studios, Tilo Krügel, mit Studenten aus Wien, Salzburg und Zürich. Schauspieldirektor Enrico Lübbe hat sie aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt, der Förderverein sorgt für die Butter auf's Brot.
Das sind die vier Schauspielstudenten, die die erste Spielzeit des neuen Studios in Chemnitz bestreiten:

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Aus den Häusern 16. April 2012

Nur in Chemnitz – nirgendwo sonst

Sie gerieten geradezu ins Schwärmen: GMD Frank Beermann über die Strauss-Bereitschaft und -Geneigtheit seiner Robert-Schumann-Philharmonie (, die in noch nie dagewesen großer Besetzung sich im Graben auf die Pelle rückt), Regisseur Gerd Heinz über die „wunderbare“ Einstudierung in der Chemnitzer Oper („ich hab‘ manchmal gedacht, das kann doch gar nicht so schnell und gut gehen“), der Met-, Bayreuth-, Wiener Staatsoper-, Pariser Bastille-Opern-Star Franz Hawlata über die seltene („selten gute“) Chemnitzer Atmosphäre bei den Proben für eine selten gespielte Oper, die zu seinen Lieblingen gehört: „Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss und Stefan Zweig, die am Samstag, 28. April 2012, Premiere im Chemnitzer Opernhaus hat.

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