Aus den Häusern 17. Juni 2012

Beethoven-Zyklus II: Spiel mir das Lied von Liebe und Sieg

Sinfonie-Konzert im Rückblick: Robert-Schumann-Philharmonie gratuliert der TUC in der TUC mit Beethovens 4. und 7. mit leichten Strukturen zum Exzellenz-Cluster Leichtbaustrukturen

„Beethoven – nöö, da kommt mein Mann nicht", sagte eine Besucherin in der Pause des zweiten Konzerts des Beethoven-Zyklus am Sonntag-Morgen in der Uni an der Reichenhainer Straße, „da denkt er gleich an Furtwängler und dessen Beethoven im Dritten Reich". Furtwängler war der, der Beethovens Neunte 74 Minuten pathetitisierte. Beermann machte es 10 Minuten kürzer. Furtwängler hat Ideologie gespielt. Wie es in den politischen Noten stand. Beermann musiziert Beethoven. Wie es in Beethovens Noten steht. Auch die Vierte und Siebte.

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Aus den Häusern 14. Juni 2012

Beethoven-Zyklus: Auftakt mit der neuen Neunten

Sinfonie-Konzert im Rückblick: Beermanns schnelle Truppe

So haben die Chemnitzer Beethovens Neunte noch nie gehört. So interessant und so schnell. 64:41 Minuten brauchten GMD Frank Beermann und die Robert-Schumann-Philharmonie gestern in der trotz Fußball außergewöhnlich gut besuchten Stadthalle für Beethovens große letzte Sinfonie.

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Aus den Häusern 03. Juni 2012

Fliegt, Gedanken, segelt…

Premiere im Rückblick: Euphrat-„Nabucco" an der Chemnitz


Fliegt, Gedanken, vom Himmel herab

Pausengespräch am Samstag bei der Premiere von „Nabucco": Ob sich einer der Intendantenkandidaten unters Chemnitzer Publikum gemischt hat, künftig vielleicht „seines"? Keine Ahnung. Nehmen wir es einfach mal an.

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Vom Förderverein 02. Juni 2012

Schauspielstudio: Bald geht's los

Die Neuen auf Stippvisite in Chemnitz

Markus Westphal (29), Florentine Krafft (24), Kaspar Locher (23) und Anna-Sophie Fritz (22) sind die ersten Studenten des neuen Chemnitzer Schauspielstudios. Jetzt waren sie in Chemnitz, um sich ihre neue Arbeitsstätte anzuschauen und zu gucken, wo sie

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Überregional 25. Mai 2012

Alles richtig gemacht: Die schweigsame Frau in Chemnitz

Dreispitz ab vor Regisseur Gerd Heinz


Szenenbild der Chemnitzer Aufführung

Die Chemnitzer Aufführung der "Schweigsamen Frau" von Richard Strauss wird überall hoch gelobt. Hervorgehoben in den Kritiker-Stimmen der Mut von Regisseur Gerd Heinz, das Ambiente nicht in die Moderne hinüberzuwurschteln. Schon beim Opernfrühstück des Fördervereins hatte der Regisseur ein Bekenntnis zur "Glaubwürdigkeit der Szene" abgelegt, die auf die "Glaubwürdigkeit der Figuren" abstrahle. Andere haben das ganz anders gemacht. Und sind auf den Bauch gefallen. Zum Beispiel Christine Mielitz in der Komischen Oper Berlin vor vielen Jahren. Der Zeitungs-Ausschnitt fiel mir gerade durch Zufall in die Hand. Triefend vor Ironie schrieb am 18.März 1991 der Kritiker Klaus Geitel in der "Welt": "Die Regisseurin hat die Handlung in die dreißiger Jahre verlegt, in denen bekanntlich nicht nur Friseure, sondern offenbar auch Priester und Standesbeamte noch ins Haus kamen und man dort auch gleich Gerichtssitzungen abhielt mit Streusandbüchse und Federkiel. Auch Wandertruppen der Commedia dell'arte brachen einem gern unversehens zerstörerisch ins Wohnzimmer ein. Das dramaturgisch feine soziale Geflecht, das Stefan Zweig für Richard Strauss ausspannte, wird inszenatorisch niedergetramepelt. Immer wieder ist es, als wolle die Inszenierung sich selbst veralbern. Nichts stimmt vorsätzlich mit nichts zusammen: das nennt man einen Triumph der Regie."

Kein weiterer Kommentar. Hut (besser: Dreispitz) ab vor Gerd Heinz für die Chemnitzer Inszenierung.

Noch zweimal wird die Schweigsame Frau in Chemnitz aufgeführt: Dienstag, 5. Juni, und Freitag, 8. Juni, jeweils 19.30 Uhr.

Förderverein der Städtischen Theater Chemnitz e.V. | Käthe-Kollwitz-Straße 7 | 09111 Chemnitz | Telefon: 0371 / 24 08 14 68 | info@theaterfoerderverein-chemnitz.de