Aus den Häusern 22. September 2018

Fake news. Wir selber auch?


Premiere im Rückblick: Studioinszenierung „Die vier Himmelsrichtungen“ – Tolles Ensemble in einem (verw)irren(den) Stück --

Der eine hat kein Gesicht, der andere zwei Zungen. Die dritte sagt wahr, aber kennt die Wahrheit nicht. Und der vierten wachsen die Medusenhaare als Tumor im Kopf. Skurrile Einfälle, Worthülsen, Poesie und Blabla, Typen, die nicht reden, sondern sich in dritter Person erzählen, Wiederholungen ohne Ende – so irre kommt Roland Schimmelpfennigs 52-Episoden-Stück „Die vier Himmelsrichtungen“ daher, das vor sieben Jahren bei den „Salzburger Festspielen“ uraufgeführt wurde. Fake news. Träume platzen wie Seifenblasen. Ein Toter steht wieder auf. Himmel, bei einem solchen Plot brauchst Du Super-Schauspieler. Das Schauspiel Chemnitz hat sie. Das Publikum bei der Premiere am Freitag im ausverkauften Ostflügel war begeistert von den vier jungen Schauspielern, die dieses Jahr das Chemnitzer Schauspielstudio bilden. Von „Studenten“ reden wir seit gestern nicht mehr. Das wären Fake news, obwohl sie es offiziell noch sind.

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Aus den Häusern 20. September 2018

Das neue Schaupielstudio: Da geht die Post ab


Premiere diesen Freitag ausverkauft – Noch sieben Mal allein 2018 können Sie unsere Studenten in der Studio-Inszenierung sehen – Wir stellen Ihnen die vier schon mal vor --

Wie das Leben und der Zufall so spielen: Vier junge Leute treffen sich in Chemnitz. Ausgerechnet. Und haben Freude daran. Schon als sie sich im Ostflügel „auf dem Weg“ präsentierten, war der Laden rammelvoll. Der neue Jahrgang des Chemnitzer Schauspielstudios riss die Zuschauer mit. Kein Wunder, dass die Premiere von „Die vier Himmelsrichtungen“ am Freitagabend auch bereits ausverkauft ist. Aber keine Sorge: Die Studio-Inszenierung steht allein 2018 noch sieben Mal auf dem Programm.

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Aus den Häusern 15. Juni 2018

Heimspiel.


10. Sinfoniekonzert (Donnerstag) im Rückblick: „Non (?) plus ultra“ --

Guillermo García Calvo ist Spanier. Und GMD in Chemnitz. In der Stadthalle prangt an der Stirnseite überdimensional das spanische Wappen. Auf den Pulten der Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie liegen spanische Kompositionen. Der Gitarrist ist Spanier. Gute Voraussetzungen für ein Heimspiel des GMD. Das Non plus ultra? Nein. Dazu gehören die Fans. Sie, die Menschen in der wiederum sehr gut besetzten Stadthalle, treiben die Spieler lautstark nach vorn, immer weiter. Wollen Zugaben. Kriegen sie. Zwei vom Solisten, eine vom ganzen Orchester. García Calvo strahlt. Heimspiel. Heimsieg in Sachsen. Schon nach einer Spielzeit. Und dann gibt’s auch noch ein sächsisches Zuckerl oben drauf. Dresden will mehr Geld für Kultur locker machen. Die Musiker und die anderen Theaterleute sollen, hört man am Nachmittag, ordentlich bezahlt werden – ab 2019 zum Flächentarif zurückkehren. Besser kann das letzte Heimspiel der Saison nicht laufen…

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Aus den Häusern 03. Juni 2018

Chemnitzer Champagnermaus


Premiere im Rückblick: GMD Guillermo García Calvo dirigiert einen sprudelnden Strauß – Johannes Pölzgutter zeigt aber auch den Rotkäppchen-Piccolöchen-Alltag hinter der Dom-Perignon-Wunschfassade --

Champagner und Chemnitz – das will in der Stadt, in der das Geld verdient wird, das man anderswo mit vollen Händen ausgibt, nicht so recht zusammenpassen. Außer beim Opernball. Oder wenn Fürst Orlofsky zum Souper lädt. Der Wien-erfahrene Chef Guillermo García Calvo und der gebürtige Wiener Regisseur Johannes Pölzgutter ließen alle Rotkäppchen-Alltags-Piccolöchen vergessen und machten aus der neue „Fledermaus“ eine Chemnitzer Champagnermaus. Das Publikum im nahezu ausverkauften Chemnitzer Opernhaus gestern, Samstag, war begeistert, auch wenn es den Edel-Schampus Dom Perignon nur auf der Bühne gab.

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Aus den Häusern 17. Mai 2018

Das Wunder an der Glücksspirale

FelixKlieser07 by Maike Hel

9. Sinfoniekonzert (Mittwoch) im Rückblick: Ein Zehenvirtuose und Schwerstarbeit für das Orchester--

Er kann das Horn blasen wie ein junger Gott. Er kann auf Deutsch und Englisch und gemischt reden wie ein Buch. Aber umarmen kann er niemanden. Felix Klieser kam 1991 ohne Arme auf die Welt. Heute zählt er zu den weltbesten Hornisten. Er spielt sein Instrument mit den Zehen des linken Fußes. Zum 9. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie kam er nach Chemnitz und spielte das 1. Hornkonzert von Richard Strauss. Akrobatisch. Und musikalisch traumhaft. Das Publikum in der leider nicht voll besetzten Stadthalle war begeistert, gab auch keine Ruhe, als Claudia Zakowsky den verdienten Blumenstrauß für den Solisten – Himmel, wohin damit, kann er ja nicht zwischen die Zehen nehmen- auf dem Dirigentenpodium niederlegte. Und so jagte Felix Klieser die Noten eines Stückes aus Rossinis „Rendezvous de chasse“ mit den Zehen als Zugabe.

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