Rund ums Theater 01. September 2019

Fröhlicher Auftakt in die neue Spielzeit


Theaterplatz randvoll  - Neuer Kapellmeister erstmals am Pult – Am Himmel tanzen die Feuerwerksfunken zum Can-Can aus „Orpheus in der Unterwelt“ --

Diesmal stimmte alles. Letztes Jahr noch setzte Regen ein bei der Spielzeiteröffnung, und bei Beethovens Gemeinsam-sind-wir-stärker-Sinfonie auf dem Theaterplatz wurden die Zuhörer gar tropfnass. Am Samstag: herrliches Sommerwetter, fröhliche Menschen, der Theaterplatz voll über die Ränder hinaus – auch die Terrasse vom Chemnitzer Hof war vollbesetzt, und auf der Rampe zur Straße der Nationen drängten sich die Chemnitzer, die keine Karte mehr bekommen hatten. Solisten und Chor der Chemnitzer Oper und die Robert-Schumann-Philharmonie schliffen die Edelsteine der neuen Spielzeit und machten Lust darauf. Am Pult neben Jakob Brenner auch der neue 1. Kapellmeister der Philharmonie, der Baske Diego Martin-Etxebarria.

So sieht ein glücklicher Intendant aus – das war Christoph Dittrich anzuspüren, als er zu Beginn seiner Moderation über die frohgelaunten Theaterfreunde hinschaute und von der wunderbaren Atmosphäre auf dem schönsten Platz von Chemnitz schwärmte. Dankbar erzählte er zwischendurch vom „grandiosen Erfolg“ der vergangenen Spielzeit mit „weit mehr als 200.000 Besuchern“. Und jetzt gleich wieder ein so toller Zuspruch beim „Konzert für Bürger“ – freudig begrüßte der Intendant auch gleich zwei Bürgermeister darunter (Ralph Burghart und Sven Schulze) und die Landtagsabgeordnete Hanka Kliese. Und er hatte noch ein Schmankerl parat: Nicht nur zur Eröffnung, künftig soll immer die Eintrittskarte für eine Theatervorstellung auch als Ticket für den Nahverkehr von CVAG und VMS gelten…

Mit dem Vorspiel zum 3. Akt von „Lohengrin“ eröffnete der neue erste Kapellmeister Diego Martin-Etxebarria den Abend und seinen Start in Chemnitz – er dirigierte auch Szenen aus Verdis „Maskenball“, Tschaikowskys „Nussknacker“ (dem Sabrina Sadowska, deren „Ballett gegenwärtig auch einer Welle des Erfolgs“ schwimme, einen „Hauch Chemnitz“ verpassen werde – Christoph Dittrich), Mozarts „Entführung“ und das prächtige Finale aus „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag 2020 gefeiert wird.

Ein (gar nicht) „alter“ Bekannter, Jakob Brenner, half den „Neuen“ im Ensemble mit dem Taktstock beim Sprung auf die Chemnitzer Bretter, die für sie künftig die Welt bedeuten: Marie Hänsel (u.a. in Suppés „Teufel auf Erden“ und „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“), James Edgar Knight („Entführung“) und Tatiana Larina (mit der berühmten „Habanera“ aus „Carmen“). Teilweise waren sie schon als Gäste in Chemnitz - ein alter Hase ist da schon  Magnus Piontek, aber auch er mit einem Rollendebut, dem Mefistofele aus Boitos gleichnamiger Oper, die demnächst Premiere hat. Viel Beifall für ihn und die Kollegen und Kolleginnen Sophia Maeno (In Suppé und Bizet), Lucy Scherer als „Evita“ (die kommt) und in „Les Miserables“ (kommt nicht, Rechte wurden nicht erteilt), Andreas Beinhauer („Maskenball“), Cosmin Ifrim („Mefistofele“) und Siyabonga Maqungo (in jener traumhaft fantastischen „Cenerentola“, die an Weihnachten wieder aufgenommen wird).

Der Chor (Einstudierung Stefan Bilz) und das Orchester wie von diesen Profis nicht anders zu erwarten in Form – schon zu Beginn der Spielzeit, Herz, was willst Du mehr. Da kann eigentlich nur noch ein Feuerwerk die Stimmung nach oben schießen lassen. Tat es, taktgenau zu Offenbachs schmissigem Can-Can.



Spielzeitauftakt – ein herrliches Fest für Tausende Menschen aus der Chemnitzer Region. Einen Tag vor der Wahl bekräftigte Christoph Dittrich das Motto rechts und links der Bühne „Gemeinsam lohnt sich“: „Lassen Sie sich dieses Land und diese Stadt nicht schlecht reden“, rief Christoph Dittrich die Zuhörer auf, in dessen Haus Menschen aus 23 Nationen arbeiten, um den Menschen hier Freude zu machen.

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