Vom Förderverein 16. Juli 2013

Schauspielstudio: Das sind die Neuen

Chemnitz freut sich auf die vier Studenten aus Graz und Zürich

Für vier junge Schauspieler sind diese Ferien keine richtigen Ferien: Sie bereiten sich auf ihr Studio-Jahr im Chemnitzer Schauspiel vor. Samt Umzug von Graz und Zürich nach Chemnitz. Der zweite Jahrgang des Internationalen Chemnitzer Schauspielstudios will anknüpfen an die Erfolge der Vorgänger in der langen Tradition des Studios. Und wir freuen uns auf unsere Gäste auf Zeit.

Im letzten Jahr ihres Studiums lernen die Studenten Praxis, Praxis und nochmal Praxis. In einer eigenen Studio-Inszenierung, aber auch in vielen Produktionen des Schauspiels an der Seite ihrer erfahrenen Kollegen. Das Studio in Chemnitz ist dabei besonders beliebt (außer bei zwei Professorinnen der Hochschule in Leipzig, die Knall auf Fall die fast 50 Jahre dauernde erfolgreiche Zusammenarbeit gekündigt hatten). Auf Initiative des Fördervereins machten die Chemnitzer ihr eigenes Studio: Enrico Lübbe suchte (und fand) Studenten in Wien, Salzburg und Zürich. Sie haben uns letztes Jahr viel Freude gemacht.

Carsten Knödler, der neue Schauspieldirektor, ging sofort in die Spur. Und bringt sich und uns vier junge Schauspieler und Schauspielerinnen aus Graz und wiederum Zürich. Sie haben bereits viel Bühnenerfahrung. Betreut werden sie von der Dramaturgin Kathrin Brune. Finanziert wird das Studio wieder vom Theaterförderverein. Das sind „unsere" Neuen - toi, toi, toi!

Felician Hohnloser, geboren 1986 in Heidelberg, beendet 2014 seine Schauspielausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste. Während dem Studium arbeitete er unter anderem mit Herbert Fritsch. „Ibsen: Die Sau!" wurde 2011 zum Theaterfestival No Limits eingeladen. Felician Hohnloser spielte den Leonardo aus Lorcas „Bluthochzeit" (Regie Martina Eitner-Acheampong, Ensemblepreis Schauspielschultreffen Wien 2012). Am Schauspielhaus Zürich war er als Geissenpeter in „Heidis Alptraum" zu sehen (Regie Hannes Weiler). Mit „Der Bunker von Venedig" (Regie Matthias Rippert) wurde er 2013 zur Young Actors Week in Salzburg eingeladen. Beim Theatertreffen der Schauspielschulen in Berlin war er als Franz in „Katzelmacher" zu sehen (Regie Sabine Harbeke). Felician Hohnloser ist Mitglied der Künstlergruppe EINKOLLEKTIV.

 

Bianca Kriel wurde in Pretoria/Südafrika geboren und ist in Bern aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Sozialwissenschaften, bis sie 2009 ein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste aufnahm, welches sie 2012 mit dem Bachelor-Diplom abschloss. Seit 2012 studiert sie im Masterstudiengang Schauspiel. Bereits während dem Studium war sie u.a. am Schauspielhaus Zürich in „Heidis Alptraum" (Regie: Hannes Weiler), am Theater Luzern als Alice in „Alice" (Regie: Andreas Herrmann), am Theater der Künste als Ophelia in „Prinz Privileg / Hamlet" (Regie: Miriam Walther / Christopher Kriese / Marcel Grissmer) und am Theater Neumarkt als Baal in „Baal" (Regie: Miriam Walther) zu sehen. Für die Ensemble-Leistung in „Bluthochzeit" (Regie: Martina Eitner-Acheampong) erhielt ihr Jahrgang am Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender in Wien den Förderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit „Ibsen, die Sau" (Regie: Herbert Fritsch) gastierte sie am „Okkupation!" und am „No Limits"-Festival in Berlin. Sie ist Mitbegründerin der freien Theaterformation „Ali Baba Productions" und gastierte 2011 mit „Der Besuch der alten Dame" in Peking. Sie ist außerdem Förderpreisträgerin der Friedl-Wald Stiftung 2011 und 2012, der Armin-Ziegler Stiftung 2011 und der Alexis Victor Thalberg Stiftung 2012.

 

Alina Müller wurde 1990 in Hanau geboren. Nach ihrem Abitur 2010 begann sie ihre Schauspielausbildung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Am Schauspielhaus Graz war sie bereits in der Spielzeit 2011/2012 in der „Dreigroschenoper" (Regie: Anna-Sophie Mahler), der „Weihnachtswunderzelt" (Einrichtung: Manuel Czerny), sowie in der Spielzeit 2012/2013 in „Staatsfeind Kohlhaas" (Regie: Stefan Behrendt) und „Klytaimnestra" (Regie: Anna Badora) zu sehen. Im Rahmen der universitären Produktionen sah man sie in „Wie es euch gefällt" (Regie: Axel Richter) sowie in „Peer Gynt" (Regie: Elina Finkel).


Christian Neuhof, geboren 1989, studiert seit 2010 Schauspiel an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz, den Abschluss will er 2014 nach dem Chemnitzer Jahr machen. Zu sehen war er bereits 2012 in „Wie es euch gefällt" von William Shakespeare im Burggarten Graz (Regie: Axel Richter) als Touchstone, der Hofnarr, 2009 in „Macbeth" von William Shakespeare am Nationaltheater Mannheim (Regie: András Fricsay) als Bote und Telefonist, 2007 in „Maria Stuart" von Friedrich Schiller am Nationaltheater Mannheim (Regie: Georg Schmiedleitner). In der Saison 2012/13 war Christian Neuhof in der Österreichischen Erstaufführung von „Staatsfeind Kohlhaas" von István Tasnádi nach Heinrich von Kleist (Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz, Regie: Stefan Behrendt) als Siegfried, Hinz, Kind und Stallbursche auf der Probebühne zu sehen.

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