Aus den Häusern 03. November 2016

„Wir sind das Volk.“ „Ja, ja. Ich bin Volker“

Premiere im Rückblick: „Unentdeckte Nachbarn“ (2) - Uraufführung der Groteske „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ gestern im Ostflügel des Chemnitzer Schauspielhauses.-

Laura Linnenbaum, die Regisseurin, stellte in der anschließenden Diskussion eine entscheidende Frage: „Warum sehe ich immer dieselben Leute, wenn’s um den NSU geht?“ Sie meinte die gleichen – vom Typ her: jung, aufgeschlossen, und alt, mit direkten Nach-Nazi-Erfahrungen. Doch die Mitte fehle (auch in mehr als 30 Publikumsgesprächen, die sie schon geführt habe)… Dem großen Schweigen von Beate Zschäpe im Münchner Prozess und dem Weghören der großen Mehrheit, die von dem Ganzen nichts hören will, setzten Linnenbaum und Gerhild Steinbuch (Texte) Vollpower-Sprachgewalt entgegen: Die Groteske „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ lebt von der Akrobatik der Wörter, der Körper und der Puppen. Betroffenheit und viel Applaus beim Publikum nach der jüngsten Uraufführung des Chemnitzer Figurentheaters im Rahmen des Theatertreffens „Unentdeckte Nachbarn“ gestern im Ostflügel des Chemnitzer Schauspielhauses.

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Überregional 02. November 2016

Jeder ist Jemand


Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ gestern eröffnet – Vor fünf Jahren flog der NSU auf. -

Deswegen brauchen wir Theater: Es kann beeindruckender als jedes andere Medium gesellschaftliche Strömungen auf den Punkt bringen, Nähe schaffen, auch Betroffenheit, wo gedruckte Buchstaben oder Fernsehbilder auch Distanz erlauben. Gestern wieder zu erleben im fast vollen Chemnitzer Schauspielhaus, wo das elftägige Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn" mit dem Stück „Die Lücke“ vom Schauspiel Köln eröffnet wurde.

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Rund ums Theater 30. Oktober 2016

Freikarten für "Unentdeckte Nachbarn"

Eröffnung und Vorstellung "Die Lücke" am 1. November 2016, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Für die Eröffnung des Theatertreffens "Unentdeckte Nachbarn" und das Gastspiel "Die Lücke" hat der Veranstalter dem Theaterförderverein kurzfristig 3 mal 2 Freikarten zur Verfügung gestellt. Bei Interesse bitte Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst...

Aus den Häusern 30. Oktober 2016

Hopp, Hopper!


Premiere im Rückblick: Reiner Feistel und Yiming Xu erwecken mit dem Chemnitzer Ballett Edward Hoppers stille Bilder zu bewegtem Leben. -

Noch kein Drittel der neuen Spielzeit vorbei, und das Chemnitzer Ballett präsentiert schon die zweite Premiere im Opernhaus. Chefchoreograf Reiner Feistel setzt nach der Uraufführung von „Lampenfieber - It’s Showtime“ nicht etwa auf Klassik als Kontrast, sondern wagt sich wieder in die Tanz-Moderne. Seine Tänzerinnen und Tänzer springen aus den erstarrten Bildern des amerikanischen Realisten Edward Hopper und malen mit ihren Körpern „Gesichter der Großstadt“ ins große Schwarz der tiefen Opernbühne. Den zweiten Teil des Abends gestaltete der chinesische Gast-Choreograf Yiming Xu. Er kennt Chemnitz. Sabrina Sadowska, die Ballettbetriebsdirektorin, hat ihn 2015 bereits für ihr Festival „Tanz|Moderne|Tanz“ nach Sachsen geholt. Damals allerdings mit seiner eigenen chinesischen Companie.

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Aus den Häusern 23. Oktober 2016

„Der ganze Schmutz zugleich und Glanz meiner Seele“


Premiere im Rückblick: Kleists „Penthesilea“ am Samstag im Chemnitzer Schauspielhaus – „blutumrauscht“.-

Der Beifall prasselte nicht sofort los, als das Licht ausging. Die Zuschauer bei der Premiere von Kleists „Penthesilea“ am Samstag im voll besetzten Chemnitzer Schauspielhaus waren zu sehr getroffen von dem, was sie grade auf der Bühne miterlebt und miterlitten hatten. Dann aber dankten sie den Schauspielern lang, laut und beeindruckt. Ihnen und dem Team um Regisseurin Johanna Schall war ein großer Wurf gelungen.

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